Was ist DeNA? Ein Blick auf Nintendo’s neue Partnerschaft

Gestern überraschte uns Nintendo ohne große Vorwarnung mit der Ankündigung, dass man in Zukunft auch Spiele für Smartphones, Tablets und auch den PC veröffentlichen wolle. Als Partner für den neuen Geschäftszweig entschied man sich für das japanische Unternehmen DeNA. Während der gestrigen Konferenz gab man dabei bereits an, dass sich Nintendo auf die Entwicklung der Spiele konzentriere, während DeNA alle anderen anfallenden Arbeiten übernimmt. Ein Zeichen setzte man in diesem Zusammenhang mit der Ankündigung, dass Nintendo gut 10 Prozent der Anteile an DeNA übernehmen werde. Was steckt denn aber nun wirklich hinter Nintendo’s neuem Partner?

DeNA wurde im Jahr 2000 als Auktionsplattform ins Leben gerufen und konzentrierte sich anschließend auf die Entwicklung von kostenlosen Spielen für Telefone, noch vor dem Smartphone-Boom DeNA war zur damaligen Zeit einer der Vorreiter in Sachen Mikrotransaktionen und konnte sich dabei mithilfe von kleinen einfachen Spielen bereits am Markt behaupten. Den Smartphone-Boom hat man etwas verschlafen, da man sich zu lange auf Browser-Spiele mit niedriger Qualität konzentriert hat. Entwickler die Ihre Spiele zuvor auf der Plattform von DeNA veröffentlichten, wechselten zur Konkurrenz aus dem Hause Apple und Google. DeNA hatte zudem Probleme Übersee Fuß zu fassen, da die Spieler hier auf andere Aspekte Wert legten.

Gespräche zwischen DeNA und Nintendo sollen bereits im Jahr 2010 gestartet worden sein. Nintendo selbst habe sich daraufhin aber erst kürzlich für eine Zusammenarbeit entschieden. Erste Ergebnisse aus der Zusammenarbeit zwischen DeNA und Nintendo sollen bereits in diesem Jahr in den AppStores landen.

Nintendo’s Ambitionen in Richtung Smartphone und Tablet haben auf der Börse am Dienstag einen regelrechten Run auf die Aktien des Unternehmens ausgelöst. Der Preis pro Aktie stieg dabei um mehr als 20 Prozent und wurde an der Börse kurzfristig ausgesetzt, da das tägliche Limit erreicht wurde. Die Zusammenarbeit zwischen DeNA und Nintendo hat also hohe Erwartungen zu erfüllen, die man zumindest laut DeNA mithilfe der starken Nintendo Marken wohl ohne weiteres Erfüllen kann.

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Kommentare

18 Responses to “Was ist DeNA? Ein Blick auf Nintendo’s neue Partnerschaft”
  1. Himbeer Toni sagt:

    Mal sehen wie’s wird. Sollten hinter den DeNA Spielen nur vermurkste und mit Werbung zugepackte Minispiele mit Nintendo Charakteren stecken könnte sich das sehr kontraproduktiv für Nintendo herausstellen. Niemand wird dann noch richige Nintendospiele kaufen wollen wenn er/sie zuerst diesen Minimurks gespielt hat. Eine ordentliche Qualitätskontrolle wird sehr wichtig sein.

  2. eggen333 sagt:

    NINTENDO gib sich hiermit den eigenen Kopfschuß , ich sag es immer wieder keine Nintendo Spiele auf einer anderen Plattform , schade , dies ist ein Todesurteil

  3. SeSei sagt:

    Warten wir doch erstmal ab 🙂 Vielleicht werden es so fundamental unterschiedliche Spiele, dass sie den Konsolen keine wirkliche Konkurrenz machen können. Und der Werbeeffekt könnte enorm sein. Das Risiko, das du meinst, ist natürlich gegeben, aber nur wenn Nintendo es falsch anstellt, denke ich.

  4. TheSpecialOne sagt:

    Nintendo wird dadurch keine Einbußen haben ganz im Gegenteil ich gehe davon aus das es Nintendo einen Schub geben wird und das nicht nur geldlich.

    • SeSei sagt:

      Da stimme ich TheSpecialOne zu. Der Werbeeffekt wird beachtlich sein, und Nintendo ist nun wirklich nicht die Firma, die den Fehler machen würde, sich zu verramschen. Flappy Bird mit Parakoopas (die mit den Flügeln) ist wahrlich keine konkurrenz für ein echtes Mario Spiel.

    • Arkonide sagt:

      Wieso sollte es euere Meinung nach einen Schub geben, hat doch schon bei SEGA nicht geklappt.

    • TheSpecialOne sagt:

      Sega die haben ja auch keine Ahnung.

    • jokelschorsch sagt:

      Sega produziert auch keine eigene Hardware mehr.

  5. Himbeer Toni sagt:

    @TheSpecialOne
    Deinen Spruch gegen SEGA kann ich so nich da stehen lassen. SEGA haben wir einige der besten weltweit bekannten Spieleserien und Arcade Spiele zu verdanken. Ganz zu schweigen davon, dass SEGA als Publisher es vielen Entwicklerstudios ermöglicht hat im Videospielegeschäft Fuss zu fassen. SEGA setzte stehts auf frische Spielkonzepte und innovationen, oft viel stärker als Nintendo selbst. Mit dem Mega Drive lieferte man ebenfalls eine international sehr erfolgreiche Konsole ab welche meiner Meiung nach dem SNES absolut ebenwürdig war (das belegen auch die Verkaufszahlen). Die Probleme begannen erst danach, als man mit dem MegaCD und 32X gleich zwei sinnlose Hardwareflops innert wenigen Jahren landete. Als dann endlich mit dem Saturn wieder eine vernünftige Hardware erschien war das Vertrauen vieler Fan bereits verloren. Als letztes aufbäumen folgte die ebenfalls sehr gute und bei Entwicklern beliebte Dreamcast Konsole, bei welcher aber das Marketing vollkommen versagte und auch kaum noch finanzielle Mittel vorhanden waren. Es folgte der Wechsel zum reinen Softwareentwickler und Publisher mit vielen neuen und bekannten Marken. Letztendlich begang SEGA aber den Fehler sich aus der Entwicklung zurück zu ziehen und überliess die weitere Entwicklung eigener Marken diverser 3rd Party Entwickler. Daraus enstanden meist schlechte Spiele (wie das jüngste Sonic Boom) welche ein schlechtes Licht auf SEGA warfen und viele nun glauben SEGA ist Müll.

    Fällt dir etwas an meinen Ausführungen auf? Genau, Nintendo befindet sich aktuell auf sehr ähnlichem Weg -> Hardware Flop, schlechtes Marketing und nun Abgabe der Marken.

  6. TheSpecialOne sagt:

    Saturn war Müll aus einen Grund es war schwierig Spiele darauf zu programmieren und die Dreamcast da gibt es einige Gründe warum die nicht erfolgreich war außer in Japan. Trotzdem passiert Nintendo nicht das gleiche wie Sega.

    • Himbeer Toni sagt:

      Das haben damals bei SEGA auch viele gedacht. Und auch wenn der Saturn schwer zu programmieren war, Müll war er ganz bestimmt nicht, hat sich ja damals schon besser verkauft als bis heute die Wii U, und Spiele wie Panzer Dragoon, Guardian Heroes, Radiant Silvergun, Virtua Fighter, Sega Rally, Shining Force, Deep Fear, Burning Rangers, Virtua Cop und und und sprechen wohl für sich.

  7. TheSpecialOne sagt:

    Wenn ich mich recht erinnere hat sich die Saturn ca. 11 Mio mal verkauft

    • Himbeer Toni sagt:

      Richtig, und die Wii U bisher nur knapp 9 Mio (und das zu einer Zeit wo der Markt um ein Vielfaches grösser ist als damals). Im Verlauf dieses und dem nächsten Jahr wird die Wii U evtl. mit Ach un Krach die 11 Mio des Saturn knacken können.

  8. TheSpecialOne sagt:

    Ist trotzdem nicht viel zum Vergleich die ps1 hat sich 104 mil. Mal verkauft und die n64 weit mehr als 30 mil.

    • Himbeer Toni sagt:

      Richtig, das änder aber nichts daran, dass die Konsole und die Spiele beliebt und gut waren, genau wie’s bei der Wii U derzeit der Fall ist.

    • TheSpecialOne sagt:

      In Amerika und Europa war die Konsole keines falls beliebt in Japan schon eher das merkt an den Anzahl der Spiele die released worden sind

  9. SeSei sagt:

    Mich mit Popcorn zurücklehn und zuseh… (Scherz)

    Dass die WiiU „mit ach und Krach“ elf millionen Verkäufe schlagen kann (sie steht jetzt so bei 9), ist allerdings wieder eine typische Toni-Aussage. Im Jahr von Xenoblade, Starfox und Zelda ist das die leichteste Übung.

    Sei’s drum, Toni halt.

  10. Cacie51 sagt:

    Leute, SEGA und NINTENDO sind die Pioniere der Videospielindustrie der 90er Jahre. Meines Erachtens wurde da Videospiele populär. So etwas hat Sony und Microsoft nur mit vielen Millionen Marketing geschafft. Nintendo und Sega hatten nie diese Mittel, da sie rein nur Videospielhersteller (Hardware und Software) waren. Man sollte also Respekt davor haben, dass diese Firmen es nach wie vor schaffen im Markt zu bestehen. Das Nintendo bis jetzt immer sein eigenes Süppchen gebraut hat zeugt davon, dass nicht nur die Geldgier vorrang hat. Da sollten sich EA und leider auch Ubisoft eine Scheibe von abschneiden. Nicht umsonst gibt es wieder ein Boom beim Indiemarkt. Weniger ist eben oft mehr. In diesem Sinne.

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