Die Hüter des Lichts Test

Mit Die Hüter des Lichts hat Namco Bandai das Videospiel zum gleichnamigen Dreamworks Animationsfilm veröffentlicht. Wie sich die Videospielumsetzung des gleichnamigen Films in unserem Test so macht, erfährt Ihr im folgenden Testbericht.

Die Story der Spielumsetzung ist dem Kinofilm nachempfunden. Die Hüter des Lichts sind die Beschützer der Kinder auf der Erde und kämpfen gegen Ungeheuer und Monster. Die Hüter können allerdings nur existieren, wenn die Kinder auch an sie glauben. Diese Schwäche macht sich der Bösewicht des Spiels, Pitch, zu Nutze und jagt den Kindern Angst ein, damit die Knirpse den Glauben an die Hüter verlieren. Pitch möchte somit die Furcht regieren lassen, um seine Macht zu stärken.

Euer Rettungstrupp besteht aus den Charakteren Nord, Hase, Fee und Sandy, auch bekannt unter den Namen Weihnachtsmann, Osterhase, Zahn Fee und Sandmann.

Nach einem kurzen Tutorial, indem ihr Jack befreit, kann das Spiel auch schon losgehen. Pitch zieht sich zurück, doch er schickt seine Schergen aus, um die Hüter zu schwächen. Ihr müsst euch nun für eines der fünf Hüter Reiche entscheiden, welches ihr als erstes Besuchen möchtet, um dort den Glauben wieder herzustellen. Doch habt keine Angst die falsche Wahl zu treffen, ihr habt immer die Möglichkeit frei zwischen den einzelnen Arealen zu reisen. Zur Auswahl steht jeweils die Heimat der

Der Bösewicht Pitch versucht den Glauen an euch zu zerstören.

einzelnen Charaktere: Burgess von Jack Frost, der Nordpol vom Weihnachtsmann, Hasemanns Bau vom Osterhasen, der Feenpalast von der Zahnfee und Sandsmanns Schiff. Diese Welten könnt ihr durch die sogenannten Hüter Tore schnell bereisen. Durch die Tore könnt ihr nicht nur zwischen den einzelnen Hüter Reichen umherreisen, sondern euch auch noch zwischen den fünf Bezirken der jeweiligen Reiche schnell  fortbewegen. Da sich die Bezirke nicht großartig unterscheiden habt Ihr im Grunde nur Zugriff auf verschiedene Level-Designs.

„Im gesamten Spiel gibt es kaum Abwechslung“

Fernkämpfer haben es im Spiel einfacher.

In einen der Welten angekommen habt ihr auch schon jede Menge zu tun, damit die Kinder wieder an euch glauben. So gibt es in jedem Reich fünf Freunde, die ihr vor Albträumen beschützen müsst. Auf der Karte sind alle wichtigen Punkte eingezeichnet  langes suchen kommt also nicht vor. Einzig die verschiedenen Belohnungen, wie zum Beispiel „entdecke Burgess“ werden nicht direkt auf der Karte angezeigt, lassen sich aber einfach im Hauptmenu nachschlagen. Das finde ich äußerst schade, denn so habt ihr im Grunde das komplette Spiel innerhalb von zehn Minuten gesehen, da es so gut wie keine Abwechslung im späteren Verlauf gibt.

Auf dem Wii U GamePad habt ihr nicht nur durchgehend eure Minimap eingeblendet, sondern könnt auch noch bequem zwischen einem Tagebuch und einer Karte wechseln.

Elegant gelöst: Ihr könnt durch das GamePad eure Fertigkeitspunkte verteilen.

Allerdings ändert diese Funktion kaum etwas am Spiel selbst, denn wie bereits erwähnt, macht ihr von Anfang an bis zum Ende hin im Prinzip immer dasselbe. Ihr reist in einen Bezirk, öffnet ein paar Schatzkisten, sammelt einige Puppen und vermöbelt natürlich jede Menge Monster. Das Kampfsystem ist leider nicht wirklich tiefgründig. 

Die verschiedenen Charaktere

Für ein bisschen Abwechslung während des Spiels sorgen die fünf Charaktere, die ihr zur Auswahl habt. Die Charaktere verwenden unterschiedliche Kampfarten die verbessert werden können. Während Nord, Jack und Sandy Nahkämpfer sind, beschießen der Osterhase und die Zahn Fee die Feinde aus der Distanz. Nahkämpfer sind etwas schwieriger zu spielen, Neulinge oder unerfahrene Spieler sollten sich also für einen der Fernkämpfer entscheiden.

Bilder aus dem Kinofilm werdet ihr nur in der Galerie betrachten können, denn auch die Zwischensequenzen bestehen nur aus einem gezeichnetem Standbild.

Wenn ihr Monster besiegt, lassen diese nicht nur Kristalle fallen, die ihr zum Kauf von Bilder des Kinofilms in der Galerie einsetzen könnt, sondern ihr levelt dadurch auch noch euren Charakter. So schaltet ihr, durch jeden Aufstieg  einen Fertigkeitspunkt frei, den ihr anschließend in eurem Fertigkeitsbaum verteilen könnt. Durch das Aufschlagen des Tagebuchs im Hauptmenü oder auf dem GamePad, habt ihr Zugang zu den Biographien und Fähigkeiten der einzelnen Figuren. Tiefgang findet sich leider auch hier nicht, da alle Charaktere über die selben Fähigkeiten verfügen. Ihr habt die Möglichkeit eure Punkte in einen der sechs Bereiche zu investieren. Alternativ kann man die Fertigkeitspunkte auch automatisch vom Spiel zuweisen lassen.

Obwohl alle Hüter des Lichts denselben Fertigkeitsbaum haben, unterscheiden sie sich durch drei spezielle Fähigkeiten. Diese schaltet ihr durch das Hochleveln eurer Figur automatisch frei. Der Osterhase kann zum Beispiel  eine Schockwelle, die einen Energiebalken kostet, ausstoßen. Diese trifft alle Gegner vor ihm und fügt ihnen Schaden zu. Oder aber ihr wartet, bis ihr drei Energiebalken zur Verfügung habt, und platziert dann sieben Ostereier in einem Kreis, die nach kurzer Zeit explodieren und dadurch die Gegner töten. Diese Fähigkeiten kosten viel Energie, die im Kampf aber sehr schnell wieder aufgefüllt wird.

Eine weitere Verbesserungsmöglichkeit eures Charakters, sind die Juwelen. Nach erreichen gewisser Levels schaltet ihr bis zu drei Juwelenslots frei, in denen ihr jeweils ein Juwel stecken könnt. Zur Auswahl gibt es alle möglichen Juwelen, die alle einen anderen Effekt auf den Charakter haben. Von extra Diamanten, die ihr von Monster erbeutet, bis hin zu schnellerer Lebensregeneration ist alles dabei.

Die Hüter des Lichts bietet  die Möglichkeit das Spiel mit bis zu drei Freunden zu bestreiten, die sich jederzeit Ein- und Ausklinken können. Damit geht die  Jagd schneller voran und macht dabei auch mehr Spaß. Falls ihr aber die Hüter des Lichts alleine spielen möchtet, könnt ihr jederzeit frei zwischen den einzelnen Hütern umher wechseln. Die restlichen Charaktere werden von der KI gesteuert. Die KI ist hierbei leider nicht die schlaueste. Es kann schonmal passieren das Charakter einfach in einer Wand stecken bleiben.

Das Böse ist gebannt…und nun?

Nachdem ihr fünfmal gegen Pitch angetreten seid, gibt es eigentlich nicht mehr viel zutun, bis auf alle Artefakte und Puppen einzusammeln. Da so ziemlich alle Gegenstände auf der Karte angezeigt werden, stellt das Einsammeln aller Items keine große Herausforderung dar.

Neben der Möglichkeit die Hüter des Lichts auf 100% zu spielen, könnt ihr nach dem letzten Kampf gegen Pitch auch noch die sogenannten Challenges freigeschalten. Diese könnt ihr direkt über das Hauptmenu des Spiels ansteuernLeider bieten die Herausforderungen keine Langzeitmotivation.

Zur Auswahl stehen vier verschiedene Challenges die sich kaum von einander unterscheiden. In der ersten Herausforderung, der Albtraum, ist euer einziges Ziel, gegen immer stärker werdenden Angriffswellen möglichst lange am Leben zu bleiben. In den anderen Challenges dreht sich auch alles um das besiegen von Gegnern.

In der letzten Challenge müsst ihr euch auf die Suche nach Meisteralbträumen machen, und diese vernichten, um Punkte zu bekommen. Sollten euch diese drei einzelnen Challenges zu einfach sein, habt ihr immer noch die Möglichkeit, dass ihr sie vereint und gleichzeitig, in der Kombinations Challenge, absolviert.  Wahlweise lassen sich diese Spielmodi auch mit Freunden erledigen.

Fazit

Ehrlich gesagt hätte ich mir von einem Computerspiel mehr erwartet, auch wenn es „nur“ eine Filmumsetzung und eher für jüngeres Publikum gedacht ist. Die Hüter des Lichts bietet kaum Abwechslung, und ist nebenbei noch recht schnell durchgespielt.

Das Spielprinzip hätte durchaus Potential, wenn man mehr auf die Rollenspielschiene gehüpft wäre. Hätten die Entwickler einige Nebenquests und verschiedene Ausrüstungsgegenstände eingebaut, hätte das Spiel durchaus besser abschneiden können.

 

ordernow-green

Positiv

Vier Spieler Multiplayer
einsteigerfreundlich
Charaktere erhalten Erfahrung durch Kämpfe
Fertigkeitspunkte können frei vergeben werden

Negativ

Keine Abwechslung
Teils nervige Sprüche
KI bleibt manchmal hängen
Bugs während der Nutzung von Spezialfähigkeiten
Geringer Umfang
Immer wiederkommende Zwischensequenzen

Die Hüter des Lichts Test Wertung
Ehrlich gesagt hätte ich mir von einem Computerspiel mehr erwartet, auch wenn es „nur“ eine Filmumsetzung und eher für jüngeres Publikum gedacht ist. Die Hüter des Lichts bietet kaum Abwechslung, und ist nebenbei noch recht schnell durchgespielt.
50%

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